Einmal viral to go, bitte! Auf der Suche nach dem perfekten Social-Media-Post


Teilen macht Spaß: Mal angenommen, Ihr hört von einem Freund oder einer Freundin einen guten Witz – und damit meinen wir einen richtig guten. Kurzum: einen Witz, bei dem Ihr herzhaft und laut loslachen müsst und Euch so schnell auch nicht mehr einkriegt. Würdet Ihr den etwa für Euch behalten? Natürlich nicht!

Und ganz ähnlich funktionieren virale Posts. Der Name verrät es schon: Es besteht akute Ansteckungsgefahr. Manche Beiträge sind so genial, dass sie eigentlich in Quarantäne gehören, da man sich sonst totlacht – oder emotional einfach überwältigt ist.

Hier zeigen wir Euch, wie Ihr mit ein paar Tipps und Tricks ansteckende Inhalte erstellen könnt. Vorher gibt es aber noch eine kleine Begriffsspritze für Euch. Lasst uns kurz klären, was mit Viralität in Social Media gemeint ist, damit keine bösen Nebenwirkungen (sprich: Dummheit) eintreten.

Die Begriffsspritze: Was ist Viralität?

Genauso wie ein Virus steckt origineller Content User in sozialen Netzwerken an. Meist sind es positive oder negative Emotionen, die dabei den Ausschlag geben. Ein einziger Klick auf den „Share“-Button und schon teilt der User den Content mit seinen Freunden. Im Durchschnitt hat jeder Nutzer 338 Freunde auf Facebook – gute Chance also, dass sich ein Beitrag rasant verbreitet und mit Likes, Kommentaren und weiteren Shares immer mehr Aufmerksamkeit auf sich zieht.

Eine Garantie oder gar Erfolgsformel für virale Posts gibt es nicht. Jedoch lohnt es sich, diese Punkte immer im Hinterkopf zu haben.

Graue Mäuse gibt es genug, setzt auf Highlights!

Pro Tag wird jeder von uns mit 3.000 bis 5.000 Werbebotschaften konfrontiert. Die meisten davon verpuffen im digitalen oder analogen Raum; nur ein Bruchteil bleibt wirklich hängen. Ein potentiell viraler Post muss deshalb schon ein paar Highlights auffahren, um im Gedächtnis zu bleiben. Er sollte

  • einen Mehrwert bieten (Tipps, Tricks und Anleitungen),
  • ein aktuell (kontrovers) diskutiertes Thema aufgreifen,
  • Storytelling bemühen, den Usern also eine spannende Geschichte bieten (z. B. die „Achterbahnfahrt“ eines Protagonisten bis zum glücklichen Happy End),
  • User authentisch auf Augenhöhe ansprechen,
  • sorgsam recherchiert sein und
  • eben nicht aus einem lustigen Katzenbild bestehen, das der Praktikant kurz vor Feierabend über das Social-Media-Profil des Unternehmens rausfeuert („Aber wir mussten doch etwas posten!“).

Zudem solltet Ihr nicht nur Themen unter die Lupe nehmen, die Eure Zielgruppe interessieren, sondern auch die Netzwerke, in denen sie sich aufhalten. Erreiche ich über Twitter eigentlich die Millennials, die mein Unternehmen ansprechen möchte? Wohl eher nicht. Wo die passenden Nutzer fehlen, kann ein Beitrag auch nicht „anstecken“ und viral gehen. Ebenso spielt die „Sprache des Netzwerks“ eine entscheidende Rolle. Macht Euch hier ein genaues Bild, um Eure Zielgruppe optimal ansprechen zu können.

Lachflashs und Taschentücher: Emotionen wirken

„Nichts wirkt so ansteckend wie Gelächter und gute Laune“, sagte einst der englische Schriftsteller Charles Dickens. Und da sind wir wieder bei unserem Beispiel vom Anfang: Euer Beitrag muss mit der richtig dosierten Portion Emotion die User rühren. Das geht natürlich zum einen über Freude, gute Laune und Witz; zum anderen aber auch über Schmerz und Traurigkeit. Überlegt Euch eine einprägsame Story und bemüht mit Eurem Content ausgewählte Punkte des krassen menschlichen Gefühlskoordinatensystems. Wir alle ticken gleich. Wer fühlt sich da nicht angesprochen?

YOUnique: Schafft etwas Originelles!

Copy and paste? Nicht bei viralem Content! Zurück zu den 3000 bis 5000 Werbebotschaften pro Tag: Wie soll Euer Beitrag herausstechen, wenn er den anderen 4999 sehr ähnlich ist? Zugegeben, eine ganz schöne Challenge, den Rest der Konkurrenz zu übertrumpfen. Sammelt daher Best Practices von anderen Unternehmen und adaptiert sie auf Eure Weise, um einzigartigen Content zu schaffen.

Ist da jemand? Statistiken sind Euer Freund

Doch auch die besten Beiträge performen eher schwach, wenn sie nicht zum optimalen Zeitpunkt geteilt werden. Jetzt ist es Zeit für ein bisschen Statistik: Beschäftigt Euch eingehender mit Eurem Social-Media-Profil und schaut dort nach, zu welchen Zeiten Eure Fans online sind. Wie wir bereits in einem vorherigen Expertenartikel für Euch dargelegt haben, könnt Ihr dabei einiges an organischer Reichweite mitnehmen. Nehmt Ihr dann noch etwas Werbebudget in die Hand und steuert den Post relevanten Zielgruppen aus, kann es schnell durch die Decke gehen.

Fazit

Ein einfaches Rezept für virale Posts existiert nicht. Wie Ihr gesehen habt, kommt es auf ein Zusammenspiel der verschiedensten Faktoren an. Und darin liegt der Zauber: Ihr habt einen unheimlich großen Gestaltungsspielraum und die Bedingungen sind für alle gleich – ob Startup oder börsennotierter Konzern. Euer Content sollte relevant für Die Zielgruppe sein, Emotionen hervorrufen, einzigartig sein und zur richtigen Zeit gepostet werden. Schon stehen die Chance auf Viralität nicht schlecht.

Quellen

https://www.brandwatch.com/de/blog/facebook-statistiken/

https://blog.netpress.de/ein-fast-perfekter-viraler-post-in-11-schritten

https://blog.xeit.ch/2016/12/wann-geht-ein-social-media-post-viral/

https://www.yourtechnicalcopywriter.com/viral-social-media-posts/

https://www.entrepreneur.com/article/302286

https://tubevertise.de/wie-geht-eine-social-media-kampagne-viral/

https://www.divia.de/blog/marketing-trends-2017-teil-1-native-advertising

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