Fake News: Wie man sie erkennt und was wir dagegen tun können


Als Donald Trump im Februar einen terroristischen Vorfall in Schweden erfand, reagierte das Netz prompt auf diese Falschmeldung und erlaubte sich tagelang bei Facebook und Twitter Späße unter dem Hashtag #lastnightinsweden. So lustig diese Meldung war, so gefährlich (und nervig!) sind Fake News, wenn sie sich unkontrolliert online verbreiten und das öffentliche Meinungsbild beeinflussen. Aber was sind eigentlich Fake News, wie kann man sie erkennen und was tut Facebook dagegen?

Fake News – Versuch einer Definition

Der Begriff Fake News bezeichnet gefälschte und unwahre Nachrichten. Durch reißerische Schlagzeilen und manipulierte Bilder werden Lügen unter dem Deckmantel, es handele sich um echte Nachrichten, gezielt verbreitet. Oft geschieht dies über soziale Netzwerke wie Facebook oder das Echtzeitmedium Twitter.
Hinter Fake News stecken meist Webseitenbetreiber, die mit sensationsheischenden und neugierig machenden Überschriften (sog. Clickbaits) Traffic für ihre Seite generieren wollen, um die Zugriffszahlen zu erhöhen und mit der dort geschalteten Werbung Geld zu verdienen. Auf der anderen Seite können Fake News aber auch ganz gezielt von Parteien oder Einzelpersonen zur politischen Meinungsmache eingesetzt werden. Dies geschah zum Beispiel im amerikanischen Wahlkampf, teilweise auch mithilfe von Social Bots. Diese Computerprogramme agieren in sozialen Netzwerken wie richtige Nutzer und verbreiten Werbung und Fake News, indem sie beispielsweise auf bestimmte Hashtags automatisiert reagieren.

Fake News erkennen: Kritisch lesen, Quellen überprüfen!

Echte Neuigkeit oder Fake News? Diese drei Schritte helfen dabei, echte von gefälschten Nachrichten zu unterscheiden:

  1. Genau hinsehen: Hat der Text eine reißerische Schlagzeile? Geht es darin vor allem um Sensation? Wird dort nur eine Meinung geäußert, ohne diese zu belegen? Dann ist Vorsicht geboten: Diese Nachricht lieber nicht anklicken und/oder verbreiten!
  2. Kritisch lesen: Oft finden sich in Fake News Zahlen oder Zitate ohne Angabe ihrer Herkunft. Diese sind meist sehr einseitig und unterstützen eine ganz bestimmte Meinung, ohne umfassend über das Thema zu informieren. Ist das der Fall – besser die Finger davon lassen!
  3. Quellen prüfen: Echte Nachrichten kommen aus zuverlässigen Quellen (zum Beispiel von der Deutschen Presseagentur dpa) und werden durch seriöse Medienunternehmen verbreitet. Zu jeder Veröffentlichung muss es ein Impressum geben mit Name und Kontaktmöglichkeiten des Autors. Fehlt dieses, handelt es sich wahrscheinlich um Fake News.

Zu guter Letzt: Facebook sagt Fake News den Kampf an!

Facebook hat Fake News schon vor einiger Zeit den Kampf angesagt und das Melden von verdächtigen Beiträgen vereinfacht. Zur Überprüfung angeblicher Fake News arbeitet das Netzwerk mit externen Partnern zusammen. Stellt sich heraus, dass die Echtheit eines Beitrags umstritten ist, wird dieser gekennzeichnet. Auch aus dem Newsfeed sollen Fake News verschwinden. Dafür überprüft das Netzwerk nun nicht mehr nur, wie viele Posts eine Seite veröffentlicht, sondern auch die Qualität eines jeden einzelnen. Identifiziert Facebook die im Link hinterlegte Seite als Clickbait, wird die Reichweite dieses Beitrags beschränkt.

Fazit: Fake News – “Trend” oder langfristige Entwicklung?

Das Thema Fake News ist noch genauso aktuell wie vor einigen Monaten und wird uns wahrscheinlich auch noch einige Zeit begleiten. Gerade durch Social Bots können sich solche gefälschten Nachrichten viral verbreiten. Facebook hat bereits erste Schritte unternommen, um dagegen vorzugehen, aber auch jeder User kann seinen Beitrag dazu leisten, Fake News den Garaus zu machen. Genau lesen, kritisch hinterfragen, die Quelle prüfen – und erst dann teilen!

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