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Tell me more! Instagram Stories als Content-Kanal für Unternehmen

Tell me more! Instagram Stories als Content-Kanal für Unternehmen

Eine kleine Quizfrage an Euch: Was ist wohl aufgeräumter als Eure Wohnung vor dem Besuch der Schwiegereltern? Ganz richtig: der Feed auf Instagram. Besonders Unternehmen strahlen hier mit hochauflösenden Bildern, perfekt in Szene gesetzten Motiven und vorproduzierten Inhalten, die genug Eye-Candy bereithalten, um uns zuckersüße Content-Erlebnisse zu bescheren. Süßigkeiten schmecken nun mal, bei hochwertigem Content ist es ähnlich. Aber doch ist es sinnvoll, von Zeit zu Zeit mal durchzumischen.

Der Mix macht’s

Öffnen wir Instagram auf dem Smartphone, stehen uns gleich zu Beginn zwei Optionen offen: Entweder man scrollt sich froh und munter durch den Feed oder schaut sich die Stories an, die in der App ganz oben angebracht sind. Ein klarer Platzvorteil, 1:0 für die Stories. Seit August 2016 bietet Instagram seinen Nutzern die Möglichkeit, über das Story-Format authentische und nahbare Inhalte zu erstellen. Und die User feiern es: 300 Mio. Menschen nutzen die Instagram-Stories jeden Tag. Im Juni 2017 haben mehr als 50 % der Unternehmen auf Instagram mindestens eine Story erstellt. Höchste Zeit also, neben dem Feed auch dieses Format zu bedienen, denn auf den Mix kommt es an.

Wir zeigen Euch hier, worauf dabei genau zu achten ist, und für welchen Content sich die Instagram-Stories besonders eignen. Los geht’s!

Tipps für Eure Stories

Be unique: Design finden und Tools entdecken

Jeder große Storyteller hat eine eigene Stimme, die seine Geschichten so unverwechselbar macht. Übertragt dieses erzählerische Prinzip auch auf Eure Stories. Konkret bedeutet das: Sucht Euch eine passende Schriftart, die Ihr beibehaltet und die dem Corporate Design des Unternehmens entspricht. Auch Branded Hashtags lassen sich kinderleicht in Stories integrieren und funktionieren sehr gut, um etwa Kampagnen zu kennzeichnen. Überhaupt bedeutet der Einstieg in die Insta-Stories Experimentierfreude pur, denn viele spannende Tools wollen entdeckt werden. Am besten legt Ihr in einer Strategie fest, welche Ihr davon nutzen möchtet. Eine originelle Auswahl macht Eure Stories unverwechselbar.

Reichweite und Engagement pushen

Instagram liefert Euch viele Möglichkeiten, über die Story in direkten Kontakt mit der Community zu treten und Interaktionen zu generieren. Dies kann auf eine lustige Art genutzt werden, wenn sich das Team in der Mittagspause mal wieder nicht auf einen bestimmten Bestelldienst einigen kann, oder für kleine Marktforschungsstichproben zu Euren Produkten. User können mit Emojis auf Euren Content reagieren. Mit Abstimmungen könnt Ihr sie noch mehr einbinden und ein unmittelbares Feedback erhalten.

Durch das Setzen von Ortsangaben gelangt Ihr zudem zu mehr Reichweite, denn über die geografische Angabe kann Eure Story einer Standort-Story zugeordnet werden. Ein Beispiel: Ihr eröffnet eine neue Filiale in Braunschweig und taggt Eure Story mit dem entsprechenden Standort. Damit kann sie Teil der Braunschweig-Story auf Instagram werden, die anderen Nutzern auf der Explore-Page vorgeschlagen wird. So erfahren diese, was in Ihrer Stadt gerade los ist, und machen sich bestenfalls auf den Weg zu Eurem Opening.

In Bezug auf die Reichweite haben Instagram-Stories zudem einen weiteren entscheidenden Vorteil: Noch ist der Algorithmus überschaubar. Statt eines Riesen-Algorithmus mit einer Menge an Faktoren und Stellschrauben à la Facebook, sind hier im Wesentlichen drei Punkte entscheidend:

  • Zeitpunkt der Veröffentlichung (Wann erscheint der Inhalt?)
  • Interaktionen und Relevanz der Story (Wie viele User haben schon mit dem Inhalt interagiert?)
  • Verbindung zum Absender (Wie eng ist die Verbindung zwischen Story-Profil und User? Liken die User dessen Content im Feed? Schauen sie regelmäßig die Stories des Profils?)

Natürlich ist nicht möglich, alle Faktoren herausfinden zu können. Die kennt nur Instagram. Wir dürfen gespannt sein, was sich zukünftig tut und wie am heißen Eisen namens Story-Algorithmus weiter gefeilt wird. Über alle News halten wir Euch selbstverständlich auf dem Laufenden!

Fesselnd statt laaangweilig

Eine optimale Länge der einzelnen Clips, die Ihr zu einer Story kombiniert, gibt es nicht. Es empfiehlt sich aber, diese möglichst kurz zu halten, damit die Nutzer sie zu Ende schauen. Andernfalls besteht die Gefahr, dass sie vorzeitig weggewischt werden.

Außerdem kommt es auf einen bunten Bild-Mix an, denn vermutlich will niemand eine Story sehen, die einzig und allein aus kleinen Videoclips besteht. Es lohnt sich also, verschiedene Formate einzubringen, wie zum Beispiel Fotos, Boomerangs oder Zeitraffer – die Zuschauer wollen bei Laune gehalten werden! Bilder und Videos lassen sich mit einer Vielzahl an GIFs und Stickern versehen.

60 % der Story-Nutzer schauen sich die Clips zudem mit Ton an, also muss nicht zwangsweise darauf geachtet werden, dass die Story auch ohne Ton einen Sinn ergibt. Im Zweifelsfall lassen sich Clips, in denen der Ton eine wichtige Rolle spielt, im Handumdrehen durch den „Sound on“-Sticker kennzeichnen.

Fazit

Stories bedeuten in erster Linie Nahbarkeit und bieten eine willkommene Abwechslung zum perfekt durchgeplanten Feed. User lassen sich gern von exklusivem Behind-the-Scenes-Material oder Produktvorstellungen überraschen. Eure Marke oder Euer Unternehmen erscheint durch gelungene Stories unmittelbar greifbar, sodass Nutzer Spaß an Interaktionen haben. Außerdem lernen sie die Menschen dahinter kennen. Bei einem Takeover können einzelne Mitarbeiter den Nutzern zum Beispiel exklusive Einblicke in ihren Arbeitsalltag gewähren. Solche Erlebnisse erwecken Marken zum Leben. Sie fördern ein positives und sympathisches Image, welches Kaufentscheidungen maßgeblich beeinflusst.

Quellen

http://www.futurebiz.de/artikel/instagram-stories-tipps-unternehmen/
https://www.socialmediaakademie.de/blog/instagram-stories-geschaeftlich-nutzen/
https://t3n.de/news/storytelling-instagram-stories-973615/
http://www.futurebiz.de/artikel/reihenfolge-instagram-stories/

Ihr braucht Support in Sachen Instagram-Stories? Wir stehen Euch gern zur Seite. Außerdem haben wir da mal etwas vorbereitet: Lernt in unserem exklusiven Workshop das Ein-mal-eins der Stories ganz gemütlich bei Pizza und Bier kennen.


Algorithm is a dancer: Wie Facebook den Takt angibt

Algorithm is a dancer: Wie Facebook den Takt angibt

Wann habt Ihr das letzte Mal gebacken? Na, schon eine Weile her? Egal, wichtig ist, dass Ihr dabei wahrscheinlich nicht wahllos irgendwelche Zutaten in eine Schale gegeben und diese anschließend umgerührt habt. Ihr seid höchstwahrscheinlich nach einem Backrezept vorgegangen – und Rezepte sind Algorithmen. Sie geben uns Handlungsanweisungen, eine Anzahl logisch aufeinanderfolgender Schritte, die zu einem bestimmten Resultat oder zur Lösung eines Problems führen. Und nur die richtige Mischung bringt auch ein gutes Ergebnis.

Beiträge werden gefiltert

Jeden Tag werden auf Facebook etwa 55 Millionen Statusupdates und 300 Millionen Fotos gepostet. Der durchschnittliche Nutzer hat 338 Freunde und verbringt 20 Minuten pro Tag auf Facebook. Wollte er alle aktuellen Inhalte seiner Freunde sehen, müsste er weitaus mehr Zeit auf der Plattform verbringen – nahezu unmöglich. Facebook rührt daher kräftig in den Inhalten und backt Euch daraus täglich Euren persönlichen Newsfeed. Das Rezept: der Facebook-Algorithmus. Das Ziel: ein Newsfeed, der die relevantesten Beiträge für Euch bereithält.
2010 wurde der Facebook-Algorithmus unter dem Namen EdgeRank eingeführt. Mittlerweile ist Facebook auf einen lernfähigen News-Feed-Algorithmus umgestiegen, der mehr als 100.000 Faktoren berücksichtigt. In regelmäßigen Abständen wird an diesem Algorithmus geschraubt: Einiges gibt Facebook darüber preis, die genaue Funktionsweise und handfeste Details sind jedoch nur sehr schwer bis gar nicht einzusehen.
Im Grunde besteht das Herz des Facebook-Algorithmus aus drei grundlegenden Faktoren: Affinity, Weight und Decay. Was sich hinter diesen Zauberwörtern versteckt, soll Euch hier etwas nähergebracht werden.

Friendship matters

Unter dem Faktor Affinity schaut sich Facebook an, wie eng der Kontakt zwischen den Usern ist. Inhalte von Personen, mit denen Ihr sowieso schon oft interagiert, etwa über Likes und Kommentare, werden höher eingestuft und Euch daher wahrscheinlich verstärkt ausgespielt. Gleiches gilt auch für Seitenbetreiber, nur zählt hier der Austausch mit ihren Fans.
Dieser Punkt scheint in Zukunft mehr denn je in den Fokus zu rücken: Bereits Anfang des Jahres hatte Mark Zuckerberg verkündet, Beiträgen von Freunden und Familie mehr Präsenz im Feed verschaffen zu wollen. Im O-Ton des Facebook-Gründers: „The first changes you’ll see will be in News Feed, where you can expect to see more from your friends, family and groups.“

Viral goes wild

Beim Faktor Weight zählt die Menge der Interaktionen mit einem Beitrag. Wie oft wurde er geliked, kommentiert und geteilt? Hier gilt ganz klar: Je mehr Interaktionen ein Beitrag erfährt, desto höher wird er eingestuft und macht Euren Post zu einem echten Schwergewicht im Feed.
Aber Achtung: Don’t mess with the algorithm! Will heißen, dass Ihr nach Möglichkeit darauf verzichten solltet, Eure Beiträge ausschließlich über Engagement-Baiting zu pushen. Dazu zählt das provokante Auffordern zum Taggen von Personen, Kommentieren oder Reagieren mit bestimmten Emojis. Eure Content-Strategie sollte nicht allein aus solchen Beiträgen bestehen. Zwar bedeutet mehr Engagement auch mehr organische Reichweite, doch plant Facebook, derartige Beiträge zukünftig abzustrafen.

Das richtige Timing

Das richtige Timing ist alles: Unter dem Faktor Decay betrachtet Facebook den Zeitabstand zwischen der Veröffentlichung und dem letzten Login eines Nutzers. Wenn ein Nutzer schon längere Zeit nicht mehr online war, ist es wahrscheinlich, dass er Euren Beitrag beim nächsten Login noch angezeigt bekommt. Optimalerweise loggt er sich aber ein und bekommt gleich Euren Post angezeigt, weil dieser besonders aktuell ist. Hier gilt: Know your fans! In den Statistiken könnt Ihr als Seitenbetreiber nachschauen, zu welchen Zeiten Eure Fans online sind. Nutzt diese Möglichkeit und setzt Euren Beitrag zum idealen Zeitpunkt ab, wenn Eure Fans ihn auch sehen.

Fazit

Content muss begeistern – dann spielt auch der Algorithmus mit. Es lohnt sich, verschiedene Formate auszuprobieren. Video-Content steht hoch im Kurs, vor allem Live-Inhalte. Im Newsfeed starten Videos automatisch, sodass sie effektiv das Interesse der Nutzer wecken. Zudem sollten Eure Inhalte ehrlich sein und Anlass zum Austausch bieten. Dann werden sie auch von den Usern abgefeiert.

Quellen

https://www.talkwalker.com/de/blog/40-spannende-facebook-statistiken
https://t3n.de/news/facebook-newsfeed-algorithmus-2-577027/
https://allfacebook.de/pages/facebook-newsfeed-algorithmus-faktoren
https://allfacebook.de/pages/mark-newsfeed
https://allfacebook.de/pages/engagement-baiting


Influencer Marketing oder: Das Ende der “Kauf, du Sau!”-Ära

Influencer Marketing oder: Das Ende der “Kauf, du Sau!”-Ära

„Zeig mir, was Du kaufst – dann kaufe ich es auch!“ Gut, ganz so simpel funktioniert Influencer Marketing nicht, aber immer mehr Unternehmen setzen im digitalen Marketing-Mix auf die Zusammenarbeit mit reichweitenstarken Meinungsmachern. Aber was verbirgt sich eigentlich hinter dem Begriff Influencer?

Was ist ein Influencer bzw. Influencer Marketing?

Als Influencer gelten Personen, die stark in sozialen Netzwerken aktiv sind und bei ihren Fans und Followern hohes Ansehen genießen. Vor allem diese beiden Aspekte machen sie für das Marketing interessant. Influencer berichten zum Beispiel im Rahmen von Produkttests oder Events auf ihren sozialen Kanälen über eine Marke und sind damit Instrumente des digitalen Marketings. So steigern sie durch ihre Beiträge etwa die Markenbekanntheit oder tragen zum positiven Image eines Unternehmens bei.

Warum sich Influencer Marketing für Unternehmen lohnt

Besonders bei schwierigeren und längerfristigen Kaufentscheidungen suchen Konsumenten heute gezielt nach Empfehlungen. Hier kann eine Kooperation mit einem passenden Influencer Gold wert sein, denn…
… der Influencer ist in der Zielgruppe bekannt bzw. kennt die richtigen Leute.
… der Influencer verleiht dem Produkt und damit der Marke Relevanz sowie ein positives Image, da nur Produkte empfohlen werden, von denen er oder sie selbst überzeugt ist.
… der Influencer trägt dazu bei, Kaufentscheidungen zu beschleunigen. Durch die persönliche Beziehung zur Community wirkt seine Empfehlung authentisch und fast wie der Rat eines Freundes.

Auf das Wie kommt es an! – Dos und Dont’s im Influencer Marketing

Klar, BibisBeautyPalace hat über 4 Millionen Abonnenten auf YouTube – aber viel wichtiger als die reinen Followerzahlen ist, dass der gewählte Influencer zum Unternehmen, der Marke und dem Produkt passt. Nur so erreichen die sogenannten Sponsored Posts auch die richtige Zielgruppe und hohe Streuverluste werden vermieden.
Vor dem Start sollten außerdem Ziele der Kampagne und Aufgaben des Influencers (z. B. die Anzahl der Beiträge) klar definiert und in einem Vertrag schriftlich festgehalten werden – das erspart beiden Seiten böse Überraschungen.
Zu guter Letzt ist es wichtig, dass Unternehmen Influencern mit Respekt und auf Augenhöhe begegnen und ihnen Freiheiten bei der Gestaltung der Beiträge lassen. Sie haben sich Reichweite und Ansehen meist über einen längeren Zeitraum erarbeitet und wissen am besten, welche Inhalte und Formate ihre Zielgruppe interessieren. Denn nicht vergessen: Auch Influencer sind ganz normale Menschen und keine Postingmaschinen!
Kreativrausch-Expertentipp: Auf die kluge Auswahl der richtigen Influencer kommt es an! Darum vor dem Start einer Influencer-Marketing-Kampagne lieber sorgfältig recherchieren und überprüfen, ob der gewählte Meinungsmacher zum Markenprofil bzw. den weiteren Marketingaktivitäten des Unternehmens passt. Oftmals ist ein Micro-Influencer mit weniger Followern, aber der richtigen Zielgruppe die bessere Wahl.


Fake News: Wie man sie erkennt und was wir dagegen tun können

Fake News: Wie man sie erkennt und was wir dagegen tun können

Als Donald Trump im Februar einen terroristischen Vorfall in Schweden erfand, reagierte das Netz prompt auf diese Falschmeldung und erlaubte sich tagelang bei Facebook und Twitter Späße unter dem Hashtag #lastnightinsweden. So lustig diese Meldung war, so gefährlich (und nervig!) sind Fake News, wenn sie sich unkontrolliert online verbreiten und das öffentliche Meinungsbild beeinflussen. Aber was sind eigentlich Fake News, wie kann man sie erkennen und was tut Facebook dagegen?

Fake News – Versuch einer Definition

Der Begriff Fake News bezeichnet gefälschte und unwahre Nachrichten. Durch reißerische Schlagzeilen und manipulierte Bilder werden Lügen unter dem Deckmantel, es handele sich um echte Nachrichten, gezielt verbreitet. Oft geschieht dies über soziale Netzwerke wie Facebook oder das Echtzeitmedium Twitter.
Hinter Fake News stecken meist Webseitenbetreiber, die mit sensationsheischenden und neugierig machenden Überschriften (sog. Clickbaits) Traffic für ihre Seite generieren wollen, um die Zugriffszahlen zu erhöhen und mit der dort geschalteten Werbung Geld zu verdienen. Auf der anderen Seite können Fake News aber auch ganz gezielt von Parteien oder Einzelpersonen zur politischen Meinungsmache eingesetzt werden. Dies geschah zum Beispiel im amerikanischen Wahlkampf, teilweise auch mithilfe von Social Bots. Diese Computerprogramme agieren in sozialen Netzwerken wie richtige Nutzer und verbreiten Werbung und Fake News, indem sie beispielsweise auf bestimmte Hashtags automatisiert reagieren.

Fake News erkennen: Kritisch lesen, Quellen überprüfen!

Echte Neuigkeit oder Fake News? Diese drei Schritte helfen dabei, echte von gefälschten Nachrichten zu unterscheiden:

  1. Genau hinsehen: Hat der Text eine reißerische Schlagzeile? Geht es darin vor allem um Sensation? Wird dort nur eine Meinung geäußert, ohne diese zu belegen? Dann ist Vorsicht geboten: Diese Nachricht lieber nicht anklicken und/oder verbreiten!
  2. Kritisch lesen: Oft finden sich in Fake News Zahlen oder Zitate ohne Angabe ihrer Herkunft. Diese sind meist sehr einseitig und unterstützen eine ganz bestimmte Meinung, ohne umfassend über das Thema zu informieren. Ist das der Fall – besser die Finger davon lassen!
  3. Quellen prüfen: Echte Nachrichten kommen aus zuverlässigen Quellen (zum Beispiel von der Deutschen Presseagentur dpa) und werden durch seriöse Medienunternehmen verbreitet. Zu jeder Veröffentlichung muss es ein Impressum geben mit Name und Kontaktmöglichkeiten des Autors. Fehlt dieses, handelt es sich wahrscheinlich um Fake News.

Zu guter Letzt: Facebook sagt Fake News den Kampf an!

Facebook hat Fake News schon vor einiger Zeit den Kampf angesagt und das Melden von verdächtigen Beiträgen vereinfacht. Zur Überprüfung angeblicher Fake News arbeitet das Netzwerk mit externen Partnern zusammen. Stellt sich heraus, dass die Echtheit eines Beitrags umstritten ist, wird dieser gekennzeichnet. Auch aus dem Newsfeed sollen Fake News verschwinden. Dafür überprüft das Netzwerk nun nicht mehr nur, wie viele Posts eine Seite veröffentlicht, sondern auch die Qualität eines jeden einzelnen. Identifiziert Facebook die im Link hinterlegte Seite als Clickbait, wird die Reichweite dieses Beitrags beschränkt.

Fazit: Fake News – “Trend” oder langfristige Entwicklung?

Das Thema Fake News ist noch genauso aktuell wie vor einigen Monaten und wird uns wahrscheinlich auch noch einige Zeit begleiten. Gerade durch Social Bots können sich solche gefälschten Nachrichten viral verbreiten. Facebook hat bereits erste Schritte unternommen, um dagegen vorzugehen, aber auch jeder User kann seinen Beitrag dazu leisten, Fake News den Garaus zu machen. Genau lesen, kritisch hinterfragen, die Quelle prüfen – und erst dann teilen!


Social Recruiting: Mitarbeitergewinnung via Facebook, XING und Co.

Social Recruiting: Mitarbeitergewinnung via Facebook, XING und Co.

„Fachkräftemangel!“ tönt es inzwischen aus fast allen Branchen, wenn es um das Thema Mitarbeitergewinnung geht. Laut einer Umfrage des Staufenbiel Instituts haben 55 Prozent der befragten Unternehmen „eher stark“ oder sogar „sehr stark“ mit diesem Problem zu kämpfen. Was also tun, um die wenigen Talente zu erreichen und vom eigenen Unternehmen zu überzeugen? Eine Form der Mitarbeitergewinnung, die in den nächsten Jahren voraussichtlich noch an Wichtigkeit gewinnen wird, ist Social Recruiting.

Social Recruiting – das steckt dahinter!

Social Recruiting, auch als Social Hiring oder Social Media Recruitment bezeichnet, ist eine spezielle Maßnahme des E-Recruitings, bei der Mitarbeiter über soziale Netzwerke gewonnen werden. Da Unternehmen heutzutage um gut ausgebildete Fachkräfte buhlen, wird Social Recruiting oft als Active Recruiting betrieben. Dabei sprechen Unternehmen in sozialen Netzwerken gezielt potenzielle Mitarbeiter an und warten nicht darauf, dass diese auf eine Stellenanzeige reagieren. Das Kräfteverhältnis zwischen Unternehmen und Bewerbern hat sich somit verändert – heute „bewerben“ sich oft Unternehmen bei interessanten Jobkandidaten und nicht mehr umgekehrt.

Warum Social Recruiting?

Einer der größten Vorteile der Mitarbeitersuche über soziale Netzwerke liegt in der Möglichkeit, zielgerichtet nach passenden Kandidaten zu suchen und diese direkt anzusprechen. Das kann zum Beispiel bei Facebook über die passgenaue Aussteuerung einer Werbeanzeige geschehen, die gezielt Personen anspricht, die bestimmte Kriterien erfüllen (Jobbezeichnung, Alter, Interessen, Wohnort) und auf eine offene Stelle in einem Unternehmen hinweist. So können auch Arbeitnehmer erreicht werden, die gar nicht aktiv auf Jobsuche sind.

Auch die Karrierenetzwerke wie XING oder LinkedIn bieten Unternehmen zahlreiche Möglichkeiten, interessante Jobkandidaten zu kontaktieren. XING etwa verfügt über die Funktion „Talentmanager“, die automatisch passende Kandidaten empfiehlt. Auch der „XING EmpfehlungsManager“ ist ein effektives Tool zur Personalrekrutierung. Mitarbeiter werden hier zu Unternehmensbotschaftern und können ihren Kontakten Stellenanzeigen empfehlen. Dieses Targeting minimiert Streuverluste und erreicht vor allem jüngere Kandidaten dort, wo sie sich sowieso nahezu täglich aufhalten: in sozialen Netzwerken.

Aber auch wenn gerade keine Stelle ausgeschrieben ist, lohnt es sich, das eigene Unternehmen auf relevanten Social-Media-Kanälen als attraktiven Arbeitgeber zu präsentieren. Durch gezieltes Employer Branding kann nämlich langfristig eine Community aufgebaut werden, aus der sich bei Bedarf auch Mitarbeiter rekrutieren lassen.

Welche Netzwerke Unternehmen aktuell zum Social Recruiting nutzen

Die Entscheidung für oder gegen ein Netzwerk kann für den Erfolg von Social-Recruiting-Maßnahmen entscheidend sein. Das Staufenbiel Institut fand heraus, dass sich 88 % der Unternehmen auf XING präsentieren, gefolgt von Facebook (72 %), kununu (69 %) und LinkedIn (60 %). Jedoch gaben nur 52 % der Befragten an, Stellenanzeigen in sozialen Netzwerken zu veröffentlichen. Das verwundert insofern, als über 40 % aller Jobsuchenden gezielt auf XING nach passenden Jobangeboten suchen (Studie der Universitäten Bamberg und Heilbronn). Bei der Nutzung der sozialen Netzwerke zur Mitarbeitergewinnung besteht also noch Luft nach oben.
Neben den genannten sollte in Zukunft auch darüber nachgedacht werden, visuelle Netzwerke wie Instagram und Pinterest in die eigenen Social-Recruiting-Pläne einzubeziehen, da diese viele Möglichkeiten bieten, durch hochwertiges Bildmaterial zum Employer Branding beizutragen.

Fazit und Ausblick

In Zeiten des Fachkräftemangels müssen Unternehmen auch beim Thema Recruiting umdenken und Bewerber dort ansprechen, wo sie sich aufhalten und nach Stellenanzeigen suchen. Die sozialen Netzwerke bieten vielseitige Möglichkeiten, geeignete Kandidaten direkt anzusprechen und sich außerdem als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren. In Zukunft werden vermutlich Themen wie der Einsatz von Chatbots, die automatisiert auf Nachrichten reagieren, gezielte Mobile-Recruiting-Maßnahmen oder die Zusammenarbeit mit Influencern das Social Recruiting weiter verändern. Wir sind gespannt!

 

Quellen:
https://www.staufenbiel.de/fileadmin/fm-dam/PDF/Studien/RecruitingTrends_2017.pdf
https://www.uni-bamberg.de/fileadmin/uni/fakultaeten/wiai_lehrstuehle/isdl/2_Active_Sourcing_20170210_WEB.pdf


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