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8 Fehler, die Unternehmen in sozialen Netzwerken lieber vermeiden sollten

Ohne Fleiß kein Preis! Diese gute alte Weisheit ist heute aktueller denn je – ganz besonders, wenn es um das Thema Social-Media-Marketing für Unternehmen geht. Ein Facebook-Profil oder ein Instagram-Account sind mit wenigen Klicks erstellt. Die eigentliche Arbeit beginnt dann allerdings erst. Die positiven Effekte gut gepflegter Social-Media-Präsenzen wie verbesserte Kundenbindung, ein besseres Markenimage oder die Steigerung der Unternehmensbekanntheit lassen sich nicht ohne kontinuierlichen Einsatz erreichen. Wer die eigenen Unternehmensprofile bei Facebook und Co. ohne Marketingkenntnisse betreibt oder stiefmütterlich behandelt, riskiert gar Imageschäden. Damit genau das nicht passiert, sollten folgende acht Don’ts auf jeden Fall vermieden werden:

 

DON’T NR.1: QUANTITÄT VOR QUALITÄT

Klar, jedes Unternehmen hat zig Themen, die potentiell auf den Social-Media-Kanälen gespielt werden könnten: Angebote, Produkte, Leistungen, Mitarbeitervorstellungen, Veranstaltungen und und und. Dennoch sollte stets der Grundsatz „Qualität von Quantität“ gelten. Gerade im beliebtesten Netzwerk Facebook straft der Algorithmus minderwertigen Content gnadenlos ab. Top-Content hingegen wird mehr Personen angezeigt und erzielt dadurch eine höhere Reichweite. Welche Posting-Frequenz ideal ist, hängt stark von der eigenen Zielgruppe ab. Diese sollte vorab in der Social-Media-Strategie genau definiert werden.

 

DON’T NR.2: SCHLECHTES COMMUNITY MANAGEMENT

Gerade im Community Management sind Faux Pas schnell passiert. Grundsätzlich gilt:

  • Kommentare zu ignorieren ist ein No-Go: Fans könnten den Eindruck gewinnen, dass sie dem Unternehmen egal sind und sich von ihm abwenden. Im schlimmsten Fall kann aus einer solchen Situation sogar ein Shitstorm entstehen.
  • Automatische, standardisierte Antworten sollten die Ausnahme sein. Besser: Kreativität beweisen und auf den Wunsch/das Anliegen des Kommentierenden eingehen.
  • Negative Kommentare einfach löschen: Wer negative Kommentare einfach löscht, kippt damit vermutlich noch Öl ins Feuer. Stattdessen lieber freundlich darauf antworten und eine weitere Kommunikation per E-Mail anbieten. Ausnahme: Die Kommentare sind beleidigend oder verstoßen gegen deutsches Recht.
  • Schnell zu reagieren ist das A und O. Wenn Nutzer eine Frage stellen, erwarten sie zeitnah eine Antwort und nicht mit mehreren Tagen Verzögerung.

 

DON’T NR. 3: CONTENT RECYCLING OHNE SINN UND VERSTAND

Warum Content Recycling stets überlegt sein will und nicht unbedingt zielführend ist, haben wir an anderer Stelle schon einmal ausführlich beleuchtet (nämlich hier). Grundsätzlich empfiehlt es sich, Inhalte an die jeweiligen Plattformen und ihre Communites anzupassen, auch wenn das zusätzlichen Aufwand bedeutet.

 

DON’T NR. 4: FALSCHER EINSATZ VON VIDEOS

Seit Facebook vor einigen Monaten die „Video first“-Regel einführte, ist der Anteil an Bewegtbildcontent im Netzwerk rasant gestiegen. Es hat sich gezeigt, dass vor allem Videos, die direkt im Netzwerk hochgeladen werden, eine bessere Bewertung von Facebook erhalten. Dadurch erzielen sie eine höhere Reichweite als externe Videolinks. Beim Format ist zu beachten, dass quadratisch hier horizontal klar aussticht, was vor allem auf die hohe Anzahl an Smartphoneusern zurückzuführen ist.

 

DON’T NR. 5: UNREGELMÄSSIGE POSTING

Social-Media-Kanäle regelmäßig zu bespielen ist kontinuierliche Arbeit. Werden die Unternehmensaccounts vernachlässigt, schlägt sich das schnell in geringeren Reichweiten und weniger Interaktionen nieder. Deshalb ist eine gute Social-Media-Planung unersetzlich.

 

DON’T NR. 6: POSTEN OHNE STRATEGIE

Welche Ziele sollen mit den Social-Media-Profilen erreicht und wie können diese gemessen werden? Welche Zielgruppe soll mit welchem Inhalt angesprochen werden? Wer ist für Inhaltserstellung oder das Community Management zuständig? All diese Fragen müssen unbedingt VOR dem Start der Social-Media-Unternehmenspräsenzen klar beantwortet werden. Die Erstellung einer Strategie ist essentiell, denn nur so kann Social-Media-Marketing effektiv betrieben werden.

 

DON’T NR. 7: TEILEN? NEIN, DANKE!

Sharing is caring! Was für Süßigkeiten gilt, ist auch im Bereich Social Media ein guter Ansatz. Gelegentlich fremde Inhalte weiterzuverbreiten, die für die eigene Community interessant, relevant oder unterhaltsam sind, ist eine tolle Möglichkeit, vom hervorragenden Content oder der Bekanntheit einer anderen Seite oder eines anderen Kanals zu profitieren. Allerdings gilt auch hier: Qualität ist König!

 

DON’T NR. 8: SOCIAL MEDIA ALS REINEN VERKAUFSKANAL BETREIBEN

Die Mischung macht’s! Wer als Unternehmen seine Fans ausschließlich mit Angeboten und Produktvorstellungen bombardiert, verfolgt beim Social-Media-Marketing einen falschen Ansatz. Vielmehr sollten die eigenen Seiten und Kanäle dafür genutzt werden, mit den Fans und Abonnenten in Kontakt zu treten und ihnen authentische Informationen (Behind-the-Scenes-Eindrücke, Mitarbeitervorstellungen, …) über das Unternehmen zur Verfügung zu stellen. Selbstverständlich kann in diesem Kontext immer wieder auf die eigenen Produkte und Leistungen verwiesen werden.

 

FAZIT

Die sozialen Netzwerke bieten Unternehmen großartige Möglichkeiten, um mit (potentiellen) Kunden in Kontakt zu treten und zu bleiben. Damit Social-Media-Marketing effektiv und dauerhaft erfolgreich sein kann, bedarf es allerdings einer passenden Strategie, die mithilfe hochwertigen und zielgruppenspezifischen Contents verfolgt wird. Dass dies kontinuierliche Arbeit an den eigenen Kanälen bedeutet, ist die logische Konsequenz.